Hamburger Glossen
„Schleich di“! - 13.12.2025 (8 Tage vor dem Weltuntergang)

Heute hat mich der vorauseilende Ruf von Paradoxurus hermaphroditus auf einen Kaffee in die verschneite Speicherstadt Kaffeerösterei gelockt. Und der Weg hat sich gelohnt. Ich sage nur: Mmmm, lecker! Echter Schleichkatzenkaffee eben! Der edle, gefilterte Tropfen geht im wahrsten Sinne durch den Magen und den Darm. Die kleinen Tierchen fressen bekanntlich die Bohnen, und die Enzyme in ihrem Magen sorgen dafür, dass der Bohnengeschmack ein weicheres Profil bekommt. Nachdem die Bohnen (hoffentlich gut) gewaschen wurden, werden sie getrocknet. Dank dieser mühsamen Handarbeit ist er richtig teuer, wie es sich für etwas Exklusives gehört, so dass man praktisch wählen kann, ob man ein Kaffeeservice oder einen Kaffee kaufen möchte. Ein Kilogramm des Kopi-Luwak-Kaffees kostet an die 1200 Euro. Nachtaktiv sind sie übrigens auch, die kleinen (wie ich hoffe: freilebenden) Kätzchen, aber das versteht sich, wenn man so viel Kaffee intus hat…

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